Dr. med. univ. Thomas R. V. Hirtl
Lungenfacharzt - Tuberkulose
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Über Tuberkulose

Warum Tuberkulose?

Tuberkulose (Tb) ist die Infektionskrankheit, die heute weltweit zu den meisten Todesfällen führt. Einige Jahre war SARS-CoV 2 der tödlichste Erreger, doch im Gegensatz dazu hat das Mykobakterium tuberkulosis nichts an seiner Gefährlichkeit verloren. Rund 11 Millionen Menschen erkrankten 2023 an Tuberkulose, von denen 1,3 Millionen (12 %) an der Tb verstarben.

Die Tuberkulose ist eine schwere Lungenerkrankung, die alle Organsysteme betreffen kann. Natürlich ist sie heilbar. Die Therapie ist langwierig, auch wenn die wissenschaftliche Community versucht, neue und bessere Medikamente zu entwickeln.

Die Erkrankung entsteht durch „Tröpfcheninfektion“, d. h. kleinste ausgeatmete (und vor allem ausgehustete) Tröpfchen enthalten Mykobakterien. Diese werden eingeatmet und gelangen dann in die Lunge. Doch schon auf der Schleimhaut der Bronchien können die Mykobakterien vernichtet werden. Nicht jeder Kontakt mit den Bakterien führt also zu einer Infektion und nicht jede Infektion zu einer Erkrankung.

Gelangen die Mykobakterien in die Lunge, können sie von den Zellen des Immunsystems, vor allem von Mastzellen und aktivierten Lymphozyten, „prozessiert“, also vernichtet werden. Die Mykobakterien haben allerdings eine Reihe von Mechanismen entwickelt, um das Immunsystem auszuschalten bzw. eigentlich auszutricksen. Diese Tricks sind faszinierend und bis heute, 2025, noch immer nicht ganz geklärt.

Tuberkulin
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